Gemüsehobel Test

Sie suchen den besten Gemüsehobel? Wir haben die gängigen Hobel getestet. Darunter den Marktführer von Börner, aber auch No-Name Produkte.

Entscheidend ist ja die Frage, mit welchem Hobel lässt sich Gemüse am besten in Scheiben schneiden bzw. reiben. Auf was sollte man beim Kauf achten? Vom Restehalter, über scharfe Messer bis zum Material (Kunststoff, Metal, Holz) beantworten wir hier alle Fragen.

Was ist ein Gemüsehobel?

Als Gemüsehobel (auch Gemüseschneider genannt) bezeichnet man ein stromloses Küchengerät zum Schneiden von Gemüse oder Obst in Scheiben. War früher ein einfaches, schräg gesetztes Schneidemesser der Standard, ist heutzutage der V-Hobel der meistverkaufte Gemüsehobel. Der V-Hobel hat seinen Namen von der v-förmigen Anordnung der Klingen. Der Vorteil ist, dass das Schnittgut von zwei Seiten angeschnitten wird und es damit einfacher und mit sauberem Schnitt zu schneiden ist. Der Erfinder der V-Hobel ist Alfred Börner. Sein Unternehmen, die Börner GmbH aus der Eifel, gilt heute als Weltmarktführer für Gemüsehobel und exportiert die Produkte weltweit.

Auf dem Markt gibt es starre Hobel mit nur einer Schnittstärke sowie stufenförmig verstellbare Hobel, die bis zu 8 Schnittstärken aufweisen. Schnittdicken von 1mm bis 8mm sind dabei Standard. Dazu nutzt man eine manuelle Mechanik, beziehungsweise ein Drehrad oder Einstellrad, je nach Herstellerbezeichnung. Eine spezielle Art ist der Julienne Schneider, der dünne Stifte schneidet in Gourmet Rezepten oft anzufinden ist.

In der Profiküche kommen auch sogenannte Mandoline (aus der französischen Küche) zum Einsatz. Das sind in der Schneidstärke stufenlos verstellbare Hobel. Die Mandoline besteht aus hochwertigem Edelstahl und hat unterschiedliche Klingenaufsätze, mit denen Scheiben in verschiedenen Dicken, Julienne Streifen oder besondere Schnittmuster (z.B. der Waffelschnitt) erstellt wreden können.

Wie funktioniert ein Gemüsehobel?

Das Schnittgut, meist Gemüse oder Obst, wird über die Klinge hin- und her geschoben und trennt somit Scheiben in verschiedenen Stärken ab. Bei Hobeln, die die Schnittstärke einstellen können, sind die Stärken meist 1mm, 2mm, 4mm und 8mm. Höhenverstellbare Einschübe mit Drehrad verfügen meist über 6 oder 7 Stufen, meist in Millimeterabstufung.

Des Weiteren gibt es bei den guten Hobeln verschiedene Schnittarten durch quer zur Klinge stehende Messer, die das Schneiden von Stiften (Julienne Gemüse) oder Würfeln in verschiedenen Stärken ermöglichen. Durch einen speziellen Einschub ist auch der sogenannten Waffelschnitt möglich, der sich insbesondere zur Dekoration von Obst- und Gemüseplatten auf einem Buffet eignet.

Das Schnittgut wird dabei auf den Restehalter (auch Fruchthalter genannt) aufgesteckt, um Verletzungen zu vermeiden und das Schnittgut bis zum Ende zu schneiden. Der Restehalter (siehe Bild) besteht aus einem Griffstück und versenkbaren Dornen, die das Schnittgut festhalten. Auch der Restehalter wurde wie der V-Hobel von Alfred Börner erfunden. Es gibt auch Restehalter, die gleichzeitig als Zitruspresse für Limonen, Orangen und Zitronen fungieren.

Welche Produkte kann mit einem Gemüsehobel verarbeiten?

Das man quasi alle Arten von Gemüse und Obst mit einem Hobel schneiden kann, liegt nahe. Durch passende Einsätze können zum Beispiel auch Pommes hergestellt werden, in dem Kartoffen in Stifte verschiedener Stärken zerteilt werden. Auch Käse reiben, insbesondere Hartkäse wie Parmesan, geht mit einigen Einschüben.

Zu den Gemüsesorten gehörten Kartoffeln, Karotten, Gurken, Auberginen, Zucchini, Blumenkohl, Brokoli, Bohnen, Kohlrabi, Kürbis, Rettich, Kohl, Lauch, Paprika, rote Beete, Sellerie, Ingwer, Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Spargel, Tomaten, Wirsing, Champignons und weiters einheimisches Gemüse.

Zum einheimischen Obst zählen Äpfel, Birnen, Nektarinen, Mirabellen, Aprikosen, Pfirsiche, Rhababer, Pflaumen, Quitten, sowie alle Arten von Beeren und Steinobst.

Beim Importobst sind das Ananas, Avocado, Bananen, Grapefruit, Kiwi, Mango, Marone, Orangen, Melonen, Pampelmusen, Zitronen, Kiwi, Sternfrucht, Papaya, Datteln, Feigen, Granatapfel, Litschi und alle weiteren exotischen Früchte.

Welche Markenprodukte und Hersteller gibt es?

Es gibt eine ganze Reihe von Herstellern, die in Deutschland oder über Webshops Gemüsehobel, Gemüseschneider, Hobel und Reiben vertreiben. Zu den wichtigen Marken und deren Produkten zählen:

  • Börner (V3 Hobel, V5 Hobel, V6 Hobel)
  • TNS (TNS 2000, TNS 3000)
  • De Buyer (Mandoline ULTRA MASTER 2.0, mit patentierten Würfelschneidesystem)
  • Genius
  • GSD Gemüsehobel
  • Leifheit
  • Rösle
  • Fackelmann
  • Küchenprofi
  • WMF
  • Fackelmann

Einige Hersteller bieten beim Kauf Zusatzprodukte an, z.B. eine Kombischäler, mit dem man neben Schälen auch garnieren kann, beispielsweise Kartoffeln, Karotten, Gurken, Auberginen, Zucchini.

Die Gemüsehobel im Direktvergleich

Wir haben die am weitesten verbreiteten Gemüseschneider für den Test ausgewählt:

Worauf kommt es bei einem Gemüsehobel an?

  • verschiedene Schnittstärken, entweder durch Drehrad oder verstellbare Einschübe
  • Schneiden von Scheiben, Stiften und Würfeln in verschiedenen Stärken und Größen
  • Stufenförmig verstellbar für verschiedene Schnittstärken und Schnittformen
  • Führungsleisten links und Rechts
  • Restehalter (bei Börner auch Sicherheitsfruchthalter genannt) für sicheres Arbeiten
  • Aufbewahrungsbox (Schieberbox) für Einschübe bzw. Box für die Ersatzklingen
  • Stabiler Standfuß mit Antirutsch-Gummi
  • spülmaschinengeeignet.

Kochen wird in Deutschland immer beliebter. Nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Kochshows im TV bekommt das Kochen einen höheren gesellschaftlichen Stellenwert. Dabei geht es nicht darum, Zutaten in einem Topf zu verrühren, sondern die gesunde Ernährung sowie eine hochwerte Anrichtung der Speisen rückt in den Vordergrund. Auch Reiben (Neben Hobel gibt es auch Edelstahl-Feinreiben, Trommelreibe, Rondelle, Rundraffel, Juliennes Schneider, Parmesanreiben, Krauthobel, Gurkenhobel, Kartoffelsalathobel, Muskatreiben) haben hier ihren Anteil, sei es für Obstsalate, Gemüseplatten oder nur zur Deko mit einer Sternfrucht.